Hier finden Sie uns

Elbenschmiede e.K.
Paitzdorf 62
07580 Paitzdorf

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 151-58597039

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Kompositbögen

Ein Kompositbogen ist ein spezieller, aus mehreren verschiedenen Materialien bestehender Bogen, der in der ausgehenden Jungsteinzeit in Zentralasien entstand. Älteste archäologische Funde stammen aus der Region Pribaikalja, nordwestlich des Baikalsees in Südsibirien. Die dort in einem Gräberfeld gefundenen 16 Bogen sind bauchseitig mit Streifen aus Geweih versteift worden und laufen in spitzen Tips aus.

Reflexbogen sind üblicherweise in Kompositbauweise hergestellt. Von den Steppen aus verbreitete sich die Nutzung von Kompositbögen im bronzezeitlichen mediterranen und chinesischen Kulturkreis. Zur Herstellung von Kompositbögen wurden in einem aufwändigen, bis zu zwei Jahre dauernden Verfahren verschiedene Schichten von Holz und Tierhorn verleimt und mit Sehnen umwickelt. Die Funktion des Holzes beschränkte sich dabei z. T. auf das bloße Tragen der tierischen Materialien. Das Ergebnis war eine gegenüber traditionellen Bögen kleinere Waffe mit dennoch hoher Spannkraft, die sich hervorragend für Reiter eignete. Tiersehnen haben im Vergleich zu Holz eine ca. vierfache Zugfestigkeit. Horn hält eine doppelte Druckbelastung aus wie Holz. Daher lässt sich beim Bogenbau die benötigte Schichtdicke auf ein Viertel bzw. die Hälfte im Vergleich zu Holz reduzieren. Dünnere Bogenarme sind elastischer als dickere; je weniger Energie aber beim Biegen der Wurfarme verloren geht, umso mehr kann beim Verschießen des Pfeiles abgegeben werden. Kleinere und kürzere Wurfarme besitzen zudem weniger Masse, die bewegt werden muss. Außerdem kann man Verbundmaterialien in einem technisch besonders effektiven Design zusammenleimen.

Der Vorteil von Sehnen und Horn besteht in ihrer höheren Fähigkeit, Energie zu speichern und auch wieder an den Pfeil abzugeben. Die Effizienz eines solchen gut gebauten Kompositbogens mit entsprechender möglicher Formgebung ist höher als die eines konventionellen Bogens aus Holz, der bei identischem Layout sofort brechen würde. Mongolische und türkische Reiterbögen hatten ein Zuggewicht von durchschnittlich 75 Pfund und schossen speziell abgestimmte leichte Pfeile 500 bis 800 m weit.

Am bekanntesten wurden dabei die Hunnen und einige hundert Jahre später die Mongolen und Türken, deren Zügen nach Westen die Völker Europas anfangs wenig entgegenzusetzen hatten. Ihr militärischer Vorteil beruhte dabei auf dem massiven Einsatz der leichten Kavallerie, die – mit Kompositbögen bewaffnet – mobile und weit reichende Angriffe auf den Gegner durchführen konnte. Kompositbögen wurden jedoch schon seit der Antike auch von sesshaften Völkern übernommen, unter anderem von Römern und Parthern. Der Arcus war einer der von den Griechen und später von den Römern genutzter Kompositbogen.

Nachteilig ist die starke Anfälligkeit solcher klassischer Kompositbögen gegen jegliche Art von Feuchtigkeit – im Extremfall löst sich der durch elastischen und hochfesten Hautleim zusammengehaltene Materialverbund einfach auf, wodurch der Bogen irreparabel zerstört wird. Diese Problematik beeinflusste vermutlich den für das Schicksal Europas entscheidenden Rückzug der Hunnen um das Jahr 500.

Quelle: wikipedia.org

 

Wir bieten seit Mitte letzten Jahres sog. Biokomposit-Bögen von Grózer an, die wir natürlich umfassend getestet haben.

Csaba Grózer ist einer der bekanntesten und besten Bogenbauer Ungarns. Seine Bögen zeichnen sich durch beste Qualität, hervorragende Schußleistung und authentische Optik aus.

 

„Nach umfangreichen Tests und Untersuchungen entwickelte Csaba Grózer eine neue Bogenserie mit dem Namen „Biokomposit“. Es ist eine Kombination der bisherigen Laminatbögen, der TRH-Bögen und der Extra II Laminatbögen. Die Bögen, die in dieser Technologie gefertigt werden, bestehen aus folgenden Materialien: Der Kern ist aus Holz, der Bogenbauch aus gepresstem Horn, die Außenseite aus gepressten Sehnenplatten. Die beiden Lagen werden mit modernen Klebern auf den Holzkern geklebt und die Klebeschicht wird mit Fasern verstärkt. Durch die Verbindung der Biokomposit-Materialien und der modernen Technologie sind diese Bögen schneller als die einfachen laminierten Bögen. Sie sind ausgesprochen weich im Auszug und praktisch vibrationsfrei. Sie vermitteln annähernd das selbe Schießgefühl, wie ein echter Horn-Sehnen Komposit und auch das Aussehen ist ähnlich, die Wurfarme der Bio-Komposite sind allerdings flacher.

 

Und hier noch eine kleine Anmerkung für alle die der Meinung sind der Name Langbogen kommt von seiner extremen Reichweite:

 

Der türkische Sultan Selim III. soll 1798 einen Pfeil 889 m weit geschossen haben. Die bisher größte Entfernung für einen aus Naturstoffen gefertigten Bogen. War natürlich ein türkischer Bogen, sprich Kompositbogen und hatte ein Zuggewicht von ca. 85#.

 

Englischer Langbogen, Zuggewicht 90,72 kg, 57 g schwerer Holzpfeil, Schussweite 427 m (John Huffer, USA, 11. September 1997)

 

Mit modernen Bögen erzielte man folgende Weiten:

  • Recurve (1987, Don Brown, USA): 1222,0 m

  • Compound (1992, K. Strother, USA): 1207,4 m

  • Fußbogen-Schießmethode (1971, Harry Drake, USA): 1854,4 m. (Bei dieser Schießmethode liegt der Schütze auf dem Boden. Der Bogen wird mit beiden Füßen nach vorne gedrückt und die Sehne gleichzeitig mit beiden Händen angezogen.

    Quelle: Wikipedia.org

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Elbenschmiede e.K.